Die „Imperia“ war immer präsent

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(kri) „Konstanz liegt am Bodensee, wer`s nicht glaubt soll selbst hingeh“, diesen bekannten Spruch nahm sich der VfB AH Kegelclub zu Herzen und reiste ans Schwäbische Meer nach Konstanz. „Einer fehlt immer“ ist der Name der Kegeltruppe, doch diesmal strafte man ihn Lügen, denn mit einem dreiviertel Dutzend Teilnehmern war die Gruppe komplett. Dass der wahre Sinn des Reisens in dem Spruch „Der Weg ist das Ziel“ liegt, zeigte die Anfahrt, die nicht aus sturem Autobahnbolzen bestand, sondern die idyllische oberschwäbische Landschaft mit einbezog. Einen herrlichen Blick bot die erste Rast von Burg Lichtenstein auf den Albtrauf und der Dichter Wilhelm Hauff grüßte mit seinem geschichtlichen Werk „Lichtenstein“. Zur körperlichen und geistigen Erbauung besuchte die Truppe auf dem weiteren Weg das Benediktinerkloster Zwiefalten, wo in der barocken Klosterkirche die nötige Ruhe und in der Klosterwirtschaft die herrlichen Biere wie der „Abt“ oder das „Spezial“ aus der Zwiefalter Klosterbrauerei genossen wurden. Das „Dreigestirn“ im Cockpit des Kleinbusses war sich über die Weiterfahrt nicht ganz einig, so dass man erst gegen Abend in Konstanz eintraf.
Dort empfing die Reisenden herrliches Wetter und pulsierendes Leben in Konstanz und am Seeufer. Besonders beeindruckte die von Bildhauer Peter Lenk geschaffene Gallionsfigur „Imperia“ am Ende der Mole. Die umstrittene Dame trägt leicht bekleidet König und Papst auf ihren Händen und symbolisiert die nicht unerhebliche Rolle der Kurtisanen während des Konzils 1414 -1417, bei dem Johannes Hus verbrannt und aus drei Päpsten einer gewählt wurde. Das Münster, das Konzilgebäude und die Plätze wie Fischmarkt und Marktstätte waren weitere Anlaufpunkte. Am nächsten Tag „ stieg das Schifflein auf und nieder“, denn mit der „Überlingen“ gings nach Meersburg und „sie fuhren auf dem Bodensee“. Eine herrliche Fischmahlzeit mit den Bodenseefischen Trüsche, Zander und mit Mandeln oder Kräuterbutter überbackenem Saibling und davor ein Süppchen vom Bodenseekrebs bildete den kulinarischen Höhepunkt. Das sportliche Highlight bildete in einem Skylokal die deutsche Meisterschaft der Bayern, die ausgiebig gefeiert wurde. Nach der Rückfahrt mit der „Karlsruhe“ nach Konstanz grüßte wieder die „Imperia“ und die Kegler bekamen noch etwas auf die Ohren, denn in 25 Lokalen war Jazz, Blues, Rock und mehr in der Konstanzer Altstadt angesagt. Die Brettener landeten im „Chez Leon“ wo „The Roosters“ mit der oberschwäbischen Rockröhre als Sängerin beste Unterhaltung boten. Zum Absacker gings noch in den hotelnahen Irish Pub mit Kilgenny, Guiness und Whiskeys wie Jameson, Tullamore und Glenfiddich, die für die richtige Bettschwere sorgten.
Reiseleiter und Kegelpräsident Rainer Prüfer brachte seine Jungs mit Zwischenhalt in Sigmaringen am Stadtschloss und Herrenberg mit herrlichen Fachwerkbauten wohlbehalten nach Bretten zurück.

Die „Imperia“ im Konstanzer Hafen beeindruckte die AH Kegeltruppe besonders
Die „Imperia“ im Konstanzer Hafen beeindruckte die AH Kegeltruppe besonders