VfB Bretten und ESG gewinnen Jugendpreis Gottfried Fuchs

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(kri) Der in 2017 erstmals von den drei Fußballverbänden in Baden-Württemberg alle zwei Jahre vergebene Jugendpreis Gottfried Fuchs geht nach Bretten. Das Edith-Stein-Gymnasium und der VfB Bretten waren gemeinsam mit dem Projekt „Gottfried-Fuchs-Cup“ angetreten und von der Jury auf den 1. Platz gewählt. Der Jugendpreis erinnert an den ehemaligen erfolgreichen deutschen Fußballnationalspieler Gottfried Fuchs, der jüdischer Abstammung war und deshalb im Jahr 1937 aus Deutschland nach Kanada flüchten musste. Gottfried Fuchs ist mit seinen 10 erzielten Toren in einem Länderspiel noch heute alleiniger Rekordhalter. Das Edith-Stein-Gymnasium hatte die Idee, Flüchtlinge in den jährlich im Hallenzentrum Im Grüner stattfindenden Oberstufen-Cup zu integrieren. Zur Vorbereitung des Turniers wurden die jugendlichen Kicker unterschiedlichster Nationalität über insgesamt 8 Wochen von Jugendtrainern des VfB Bretten trainiert und so für das Turnier vorbereitet. Umrahmt wurde der Oberstufen-Cup von einer von den Schülerinnen und Schülern des ESG gestalteten Ausstellung über Geflüchtete und jüdische Sportlerinnen und Sportler. Diese vorbildliche Kooperation zwischen der Schule und dem Fußballverein überzeugte die Jury. Noch heute sind viele der Jugendlichen in verschiedenen Fußballvereinen aktiv und konnten sich somit schneller in unserer Mitte integrieren. Beim VfB Bretten wird die Toleranz gegenüber allen Nationalitäten, Hautfarben oder Religionen schon immer gelebt. So wurden in den letzten beiden Jahren „Geflüchtete“ wie selbstverständlich in alle Mannschaften integriert, denn „beim Fussball ist es egal, wer wer ist, alle versuchen einfach Tore zu schießen“, so die treffliche Aussage eines Teilnehmers.

ESG-Rektorin Richter (dritte von rechts) und VfB-Jugendleiter Andreas Robbe (fünfter von links) nahmen stellvertretend den Preis aus den Händen von bfv-Präsident Zimmermann, Ministerialdirigentin Frömke und den Nachfahren von Gottfried Fuchs entgegen.