VfB-Frauen verlieren gegen KSC in der Nachspielzeit

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KSC U23 – VfB Bretten 3:2

(kri)Trotz einer bedenklich schwachen Partie stand das Frauenteam des VfB Bretten nach Toren von Melisa Eraymaz und Annika Fey kurz vor einer Punkteteilung, bevor der KSC in der 5. Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 3:2 markieren konnte. Damit endete die beindruckende Serie des Verbandsligaaufsteigers von sechs Spielen ohne Niederlage, die VfB-Frauen stehen weiterhin auf Platz vier in der Tabelle.

Der KSC, der in der laufenden Saison trotz sehr guter Leistungen in der Tabelle (Rang sechs) den Erwartungen noch etwas hinterherhängt, zeigte von Beginn an, dass man die Partie gegen den bisher so forsch auftretenden VfB Bretten unbedingt gewinnen wollte und drängte die Gäste mit Vehemenz in die eigene Hälfte. Doch Melisa Eraymaz hatte direkt in die erste Drangphase hinein eine sehr gute Antwort. Nach einer tollen Einzelleistung und abschließendem, sehenswerten Doppelpass mit VfB-Spielführerin Daniela Schindler konnte Eraymaz aus 16 Metern in der 10. Spielminute zur überraschenden Führung abschließen. Das sollte es allerdings für den VfB für lange Zeit mit Offensivaktionen gewesen sein. Die U23 des KSC verlor nach dem Gegentreffer keinesfalls den Faden und setzte ihren spielerisch sehr ansehnlichen Sturmlauf auf das VfB-Gehäuse fort. Insbesondere die Kreise der jungen, als Spielmacherin überragend aufspielenden Giusy Termine, konnten im Mittelfeld nie entscheidend gestört werden. Noch wurden die ganz großen Torchancen von der VfB-Abwehr verhindert und so musste eine Standardsituation, ohnehin ein gefährliches Mittel des KSC, zum Ausgleich herhalten. Ein von KSC-Spielführerin Jessica Burghard getretener Freistoß aus der Halbdistanz, konnte nicht geklärt werden, Mila Savic reagierte am schnellsten und konnte zum 1:1 abschließen. Nur wenige Minuten später landete der Ball nach einem schönen Spielzug des KSC an der Unterkante der Latte und sprang von der Linie zurück ins Feld, die VfB-Frauen hätten durchaus in Rückstand geraten können. So wurde mit einem für Bretten schmeichelhaften Remis die Seiten gewechselt.

Die Dominanz der KSC-Frauen nahm auch in Hälfte zwei nicht ab. Das Keller/Reindl-Team hingegen hatte schlechte Zweikampfwerte und kaum Balleroberungen im Mittelfeld zu verzeichnen. In Ballbesitz wiederum, wurde das Spielgerät viel zu schnell wieder verloren, so dass Entlastung der Defensivarbeit nicht stattfinden konnte. In der 55. Minute war es dann konsequenterweise soweit, KSC-Stürmerin Karen Goß konnte eine Flanke ideal verwerten und traf zum verdienten Führungstreffer. Der KSC suchte im weiteren Spielverlauf die Entscheidung, vergab aber einen möglichen dritten Treffer trotz einiger sehr guter Möglichkeiten, was sich in der 82. Minute rächen sollte. Annika Fey, die nach ihrer Einwechslung mit sehr guten Aktionen viel frischen Schwung ins Team brachte, traf überlegt zum überraschenden Ausgleich, nachdem die KSC-Torhüterin einen Flachschuss der durchgebrochene Eraymaz nur abklatschen konnte. Als der VfB-Anhang schon glaubte, doch noch einen glücklichen Punkt „abstauben“ zu können, traf in der 5. Minute der Nachspielzeit erneut Karen Goß zum sicherlich verdienten Siegtreffer.

Die VfB-Frauen treffen zum Ende der Vorrunden noch auf zwei “Hochkaräter“ der Liga. Am kommenden Samstag um 17.00 empfängt man Topfavorit Neckarau, derzeit mit neun Siegen aus neun Spielen ungefährdeter Tabellenführer der Verbandsliga, bevor man eine Woche später beim zum Drittplatzierten KIT antreten muss.

Kim Svilic, Mona Landes, Eleni Cordocouzi, Shirin Ruf, Melissa Perihan Erayamaz, Daniela Schindler, Ines Huber, Samira Meral, Laura Guhle, Maren Siefermann, Annika Fey, Charlotte Haas, Selina Habmann 

Foto:kri
Annika Fey brachte Leben ins Spiel und markierte den Ausgleichstreffer.