Starker Auftritt bleibt unbelohnt

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Knappe Niederlage der VfB-Frauen in Waghäusel

Trotz der knappen 0:1 Niederlage beim Meisterschaftsanwärter SSV Waghäusel, konnte die Keller/Reindl-Truppe nach einem beeindruckenden Auftritt erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen und kann mit viel Selbstvertrauen den weiteren Verlauf der schwierigen Rückrunde angehen. Ein glänzendes Debut gab die spielstarke Gondelsheimerin Vanessa Cullik im Dress des VfB. Die langjährige Jugendspielerin der TSG Hoffenheim, die es dort bis in den Kader des DFB schaffte, schloss sich in der Winterpause nach sehr langer Verletzungspause dem VfB an und verstärkt das junge VfB-Team technisch und spieltaktisch enorm.

Beide Teams hatten einige Ausfälle zu beklagen, dennoch begann der Meisterschaftsfavorit Waghäusel das Spiel, wie es zu erwarten war und agierte temporär, wie in der Vorrunde, mit vier Stürmerinnen und einem enormen Druck nach vorne, so dass erste Torchancen nicht ausblieben. Doch mehr und mehr wirkte sich die Umstellung auf Viererkette bei den VfB Frauen im Vergleich zur deftigen Vorrunden-Schlappe (2:6) positiv aus, die zentralen Innenverteidiger Mona Landes und Kristin Keller harmonierten prächtig und agierten sehr präsent und zweikampfstark. Dahinter zeigte sich Torhüterin Kim Svilic fehlerfrei und als ruhender Pol auch in höchster Not.

Mit viel Einsatz, Disziplin und etwas Glück hielt sich der VfB in der Anfangsphase schadlos und nach etwa 20 Minuten bekam man auch mehr und mehr Zugriff aufs Spiel. Im zentralen Mittelfeld störten die von ihrem Mittelfußbruch genesene Sophie Stober und Vanessa Cullik die spielstarken Waghäuseler Frauen immer wieder aggressiv im Spielaufbau und setzten schnell die beiden Spitzen ein. So hatten Laura Guhle (27.) und Melisa Eraymaz (38. und 42.) insgesamt drei gute Chancen zu verzeichnen. Es blieb zur Halbzeit beim 0:0, auch weil sich Waghäusel im Laufe der ersten Halbzeit zunehmend weniger Torchancen erarbeiten konnte.

In Hälfte zwei zeigten sich die VfB-Frauen fortan nahezu auf Augenhöhe und agierten auch etwas mutiger nach vorne. Melisa Eraymaz hatte die Führung in der 53. Minute auf dem Fuß, ebenso 10 Minuten später Vanessa Cullik, die nach Eraymaz glänzender Vorarbeit aus kürzester Distanz an der gut reagierenden Waghäuseler Torhüterin scheiterte. Der Treffer zum 1:0 für Waghäusel fiel in der 71. Minute denkbar unglücklich, als die VfB-Defensive den Ball in der „Bux“ mehrfach nicht klären konnte und dieser schließlich ins Tor „eierte“.  In der Schlussphase hatte der VfB Bretten durch Melisa Eraymaz nochmals die ganz große Chance zum Ausgleich, doch weder der Fußballgott noch der denkbar schwach leitende Schiedsrichter waren auf Seiten des VfB, so dass die Brettener Frauen ohne verdienten Lohn nach Hause fahren mussten.

Am kommenden Samstag trifft der VfB Bretten auf die Frauen des SV Klinge-Seckach, Anstoß „Im Grüner“ ist um 17.00 Uhr.

Für den VfB Bretten waren im Einsatz:

Kim Svilic, Mona Landes, Kristin Keller, Eleni Cordocouzi, Melisa Eraymaz, Daniela Schindler, Sophie Stober, Vanessa Cullik, Samira Meral, Laura Guhle, Maren Siefermann, Selina Habmann, Nadine Bauer 

Foto
Mona Landes (li.) lieferte eine starke Partie ab